Inhalt:
Liebes Stupa,
ich musste den Antrag nochmals aktualisieren, da es ein Missverständnis zwischen mir und den Dolmetscher_innen gab. Der Antrag enthält nun insgesamt 3 Stunden Dolmetschzeit pro Dolmetscher_in und Vortrag, da aufgrund der komplexen Beiträge einiges an Vorbereitungszeit anfällt. Da ich den allgemein üblichen Honorarsatz für Sprachgebärdendolmetscher_innen nicht unterbieten möchte, habe ich die Stundenzahl erhöht. Selbstverständlich wird nur die Zeit, die letztendlich erbracht wurde, abgerechnet. Mit der Neuberechnung möchte ich nur die Planungssicherheit erhöhen. Vielen Dank für euer Verständnis.
Seit Ende August dieses Jahres habe ich die Projektstelle „Rassismuskritik“ inne, in dessen Rahmen ich verschiedene Vorträge organisiere. Auch wenn die einzelnen Beiträge inhaltlich nicht aufeinander aufbauen, fokussieren alle auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Die Veranstaltungen sollen unter dem Titel „Interventionen – Beiträge zur Kritik des Rassismus, Antisemitimus und Antiziganismus“ gemeinsam beworben werden.
Mir ist bewusst, dass der Antrag leider erst nach der ersten Veranstaltung besprochen werden kann. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- die organisatorische Vorlaufzeit war sehr kurz
- ich habe erst vor ein paar Wochen erfahren, dass ich ins Stupa muss und nicht jeden Vortrag einzeln veranstalten kann
- viele weitere Gründe: Referent_innen absagen, keine Rückmeldungen der Räume, Koordination mit anderen Terminen, Gebärdendolmetschen...
Ich möchte euch bitten, meinen Antrag trotzdem zu besprechen.
Die Fahrtkosten sind jeweils als absolutes Maximum veranschlagt, die Referent_innen haben mir aber bereits zugesichert sich frühzeitig um Tickets zu kümmern, so dass diese mittels Sparpreisen der DB voraussichtlich um einiges geringer ausfallen werden.
Für jede Veranstaltung habe ich Verpflegungskosten für 15€ für ein Abendessen für die Referent_innen eingeplant, auch dieser Posten wird insgesamt wahrscheinlich geringer ausfallen, ist im Vorfeld aber schwer zu kalkulieren.
Mir ist es wichtig, die Veranstaltungen für möglich alle Interessierten zugänglich zu machen. Deshalb sind alle Veranstaltungsräume ebenerdig bzw. mit einem Aufzug ausgestattet. Außerdem ist geplant, für schwerhörige Menschen eine FM-Anlage auszuleihen und für Gehörlose eine Übersetzung in Gebärdensprache anzubieten. Mit den Gebärdendolmetscher_innen ist eine einwöchige Anmeldefrist vereinbart. Melden sich bis einer Woche vor der Veranstaltung keine Nutzer_innen an, wird kein Dolmetschen stattfinden. Das Honorar setzt sich wie folgt zusammen (üblicher Regelsatz): 55€/ Stunde (2 Stunden Vortrag + 1 Stunde Vorbereitung) + 0,30€ Fahrtkosten + 19% Umst, bei der Veranstaltungsdauer sind pro Vortrag zwei Dolmetscher_innen notwendig.
Die Kosten hierfür sind relativ hoch, weshalb ich mich bereits intensiv, aber leider erfolglos um alternative Finanzierungsmöglichkeiten bemüht habe. Leider übernimmt die Behindertenhilfe des LWL die Kosten nur, wenn mindestens acht Menschen das Angebot nutzen. Ich werde dort Anträge stellen, falls die Anzahl erreicht wird. Bei der Bewerbung der Veranstaltungen und für die Anmeldungen werde ich mit der Gehörlosenhilfe Münster zusammenarbeiten. Da ich keinen langen zeitlichen Vorlauf für die Organisation der Veranstaltungen hatte und sich die Koordination des Gebärdendolmetschens als ziemlich kompliziert herausgestellt hat, wird es das Angebot erst ab der dritten Veranstaltung geben.
Einige der Veranstaltungen organisiere ich in Kooperation mit der edition assemblage, der emanzipatorischen antifa münster und dem Jugendzentrum Paul Gerhardt Haus, die mich bezügl. der Räume, der Unterbringung der Referent_innen und der Bewerbung unterstützen.
Die folgenden Tabellen soll euch einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen und die voraussichtlichen Kosten geben.
| Datum | Titel |
| 21.10.11 | Rassismus in der Leistungsgesellschaft |
| 18.11.11 | „Es war eben so willkürlich“ Antisemitismus als Herrschaftsverhältnis in der DDR |
| 30.11.11 | Subkulturelle Farbenlehre: Die Grauzone - Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock |
| 13.12.11 | die Akte James Knopf (afrodeutsche Spoken-Word Performance) |
| 18.01.12 | Zur Situation der Roma in Ungarn - Eindrücke einer Jugendbegegnung |
| 09.02.12 | Antisemitismuskritik in postkolonialen und postnationalsozialistischen Kontexten |
Kostenübersicht
| Datum | Honorar | Fahrtkosten | Verpflegung | Miete | Unterkunft | Gebärdendendolmetscher_innen | FM-Anlage |
| 21.10.11 | 130,00 € | Berlin-MS DB 2. Klasse (max. 182€) | 15,00 € | 50 € |
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| 18.11.11 | 130,00 € | Berlin-MS DB 2. Klasse (max. 182€) | 15,00 € | 50 € |
|||
| 30.11.11 | 150,00 € | 80,00€ | 15,00 € | - | 196,35 € +40€ Fahrtkosten (jeweils 2 Mal) | 10,00 € | |
| 18.12.11 | 250,00 € | Berlin-MS DB 2. Klasse (max. 364€) | 30,00 € | - | s.o. | 10,00 € | |
| 18.01.11 | 260,00 € | Göttingen-MS DB 2.Klasse (max.284€) | 30,00 € | - | s.o. | 10,00 € | |
| 09.02.11 | 130,00 € | 90,00 € | 15,00 € | - | 77,00 € | s.o. | 10,00 € |
| 1.050,00 € | 1.182,00 € | 120,00 € | 100,00 € | 77,00 € | 1.890,80 € | 40,00 € | |
| 4.382,80 € |
Weitere Kosten:
- Druckkosten: 200 Plakate A3: 108 € (Asta-Druck) 1000
- Flyer : 98,06 (Flyeralarm)
- Na-Dann Anzeigen: 102€ (6x 17€)
Gesamt: 4690,86€
Aufgrund der bisher nicht kalkulierbaren Fahrtkosten und der Unklarheit, ob das Angebot der Gebärdendolmetschung genutzt wird, gehe ich davon aus dass sich die Summe im Laufe des Semesters erheblich reduzieren wird. Jedoch muss ich die vollen 4690,86€ beantragen um eine Planungssicherheit haben zu können. Mehr Infos findet ihr auf dem Blog der Reihe : interventionenms.blogsport.de oder auf der Facebookpage „Interventionen “. Falls ihr weitere Fragen habt, können wir die gerne persönlich auf der nächsten Stupa-Sitzung klären.